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Rufnummernmitnahme: Alle Infos zur Portierung der eigenen Telefonnummer

Rufnummernportierung & Rufnummernmitnahme

Die Rufnummernmitnahme ist ein super wichtiger Aspekt, wenn es um den Wechsel des Mobilfunkanbieters geht. Denn wer will schon seine alte Nummer aufgeben und allen Freunden, Familienmitgliedern und Geschäftspartnern eine neue Nummer mitteilen müssen? Leider ist dieses Thema immer noch sehr kompliziert und undurchsichtig – je nach Anbieter gibt es verschiedene Vorrausetzungen. In diesem Artikel erfährst Du alles, was Du über die Rufnummernmitnahme wissen musst. Wir klären, welche Voraussetzungen Du erfüllen musst, welche Kosten auf Dich zukommen können und welche Schritte Du bei einem Wechsel des Mobilfunkanbieters beachten solltest.

Deine Kundendaten müssen identisch sein

Es ist unbedingt erforderlich, dass Du darauf achtest, dass deine persönlichen Angaben sowohl beim bisherigen als auch beim neuen Anbieter identisch sind. Dein Name, Geburtsdatum und Deiner Adresse müssen bei beiden Anbietern übereinstimmen, um eine reibungslose Portierung zu gewährleisten. Solltest Du beispielsweise umgezogen sein, solltest Du Deinem alten Anbieter rechtzeitig über diese Änderung informieren. Das hilft dabei, mögliche Komplikationen beim Portieren der Rufnummer zu vermeiden, indem Deine Kundendaten rechtzeitig aktualisiert werden. Wenn Du Deine Daten nicht korrekt angibst, kann bzw. wird die Portierung nicht erfolgreich sein. Deshalb solltest Du Deine Kundendaten vor der Rufnummernmitnahme unbedingt überprüfen!

Rechtzeitige Rufnummernmitnahme beantragen

Um sicherzustellen, dass die Mitnahme Deiner Rufnummer reibungslos funktioniert, solltest Du die Portierung rechtzeitig ankündigen. Bitte beachte, dass die Portierung zwischen 7 und 14 Tagen dauern kann. Besonders wenn Du Deine Rufnummer zum Vertragsende mitnehmen möchtest, solltest Du Dich lieber zu früh als zu spät um die Mitnahme kümmern. Wenn Du nämlich zu kurzfristig die Mitnahme beantragst, kann es beim Wechsel in den neuen Tarif zu Verzögerungen kommen und Du bekommst vorübergehend eine neue Nummer zugewiesen. Durch rechtzeitiges Kümmern schützt Du Dich auch davor, dass bei Komplikationen oder einem Fehlversuch der Portierung genügend Zeit bleibt, um die Portierung erneut zu beantragen (z.B. aufgrund von falschen Angaben oder Unklarheiten).

Die drei Möglichkeiten der Rufnummernportierung

Dir stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung, um Deine Rufnummer zu portieren:

Rufnummernmitnahme zum Vertragsende

Die erste und gängigste Variante ist die Rufnummernmitnahme zum Vertragsende. In diesem Fall beginnt der neue Vertrag erst, nachdem der alte ausgelaufen ist.

Um deine Rufnummer zum Vertragsende hin zu portieren, musst Du zunächst Deinen bestehenden Vertrag kündigen. Dabei teilst Du Deinem bisherigen Anbieter mit, dass Du Deine Rufnummer behalten möchtest – das ist bis zu vier Monate (123 Tage) vor Vertragsende möglich. Nach der Kündigung beauftragst Du Deinen neuen Provider mit der Rufnummernmitnahme. Dein neuer Anbieter informiert Dich per Post, E-Mail oder SMS darüber, an welchem Datum die Rufnummer übernommen wird.

Nachträgliche Rufnummernmitnahme

Bei der zweiten Variante, der nachträglichen Rufnummernmitnahme, startet dein neuer Vertrag temporär mit einer neuen Rufnummer. Du beauftragst Deinen Anbieter mit der Portierung Deiner bisherigen Rufnummer, die dann vom alten Anbieter abgerufen und bei Deinem aktuellen Provider als neue Rufnummer ersetzt wird.

Du hast nach Ablauf Deines alten Vertrags noch 30 Tage Zeit, um Deine Rufnummer nachträglich zu portieren. Hierfür beauftragst Du Deinen neuen Provider, die Rufnummer vom alten Anbieter abzurufen. In der Regel teilt Dir Dein neuer Provider das Portierungsdatum per SMS mit. Um ab diesem Tag unter Deiner gewohnten Rufnummer erreichbar zu sein, empfiehlt es sich, das Smartphone nach 9 Uhr aus- und wieder einzuschalten. Sollte es nicht auf Anhieb klappen, kann es zu einer Verzögerung von ein paar Stunden kommen. In diesem Fall kannst Du es nach 12 Uhr erneut mit einem Neustart versuchen.

Es ist jedoch zu beachten, dass nicht jeder Anbieter eine nachträgliche Rufnummernmitnahme ermöglicht.

Sofortige Rufnummernmitnahme

Die dritte Möglichkeit ist die sofortige Rufnummernmitnahme, bei der Du Deine Rufnummer aus einem laufenden Vertrag auf einen neuen überträgst. Dabei behältst Du Deine alte Nummer und Dein Altvertrag läuft parallel zum neuen Vertrag weiter, allerdings wird ihm nach der Portierung eine neue Nummer zugewiesen.

Damit das möglich ist, musst Du eine Opt-In-Option bei Deinem aktuellen Provider setzen, um die Freigabe der Rufnummer zu bitten. Nach der Freigabe hat der neue Anbieter 90 Tage Zeit, um die Rufnummer abzurufen und auf einen neuen Vertrag zu übertragen. Die Bitte um Freigabe der Rufnummer kannst Du per Post, E-Mail oder telefonisch stellen.

Wichtig: Durch die Bitte um Freigabe der Rufnummer wird Dein alter Vertrag nicht beendet, sondern läuft wie gewohnt weiter. Dein bisheriger Provider wird Dir nach der Portierung eine neue Rufnummer zuweisen. Möchtest Du Deinen Vertrag beenden, musst Du ihn unabhängig von der Rufnummernportierung fristgemäß kündigen.

Die Kosten bei der Rufnummernmitnahme

Seit Dezember 2021 ist die Rufnummermitnahme immer kostenlos. Einige Anbieter gewähren bei erfolgreicher Portierung einen Bonus: Von 10€ bis zu 100€ ist je nach Anbieter und Aktion alles dabei. Beachte jedoch, das bei einem Wechsel innerhalb eines Providers (z.B. von Handyvertrag.de zu sim.de) keine Portierung möglich ist und zusätzliche Kosten anfallen können (z.B. 20€ bei Drillisch). Bei einem Datentarif ist eine Rufnummermitnahme nicht möglich, da dem Tarif die Rufnummer fehlt.

Zu welchem Anbieter kann ich meine Rufnummer mitnehmen?

Das Thema, zu welchem Anbieter man seine Rufnummer mitnehmen kann, ist relativ verwirrend. Um es einfach auszudrücken, es geht hier nicht um das Netz, sondern um den Anbieter. Wenn du zum Beispiel das Vodafone-Netz bei freenet nutzt, kannst du deine Rufnummer weiterhin direkt zu Vodafone (dem Anbieter, nicht das Netz!) mitnehmen. Was jedoch nicht funktioniert, ist die Rufnummernmitnahme beim gleichen Anbieter. Eine Rufnummernmitnahme z.B. innerhalb vom Anbieter Vodafone ist in diesem Fall also nicht möglich.

Telekom

Telekom-Logo-Rufnummernmitnahme

Deine Rufnummer von der Telekom kannst du ohne Ausnahme zu jedem anderen Anbieter portieren. Allerdings lassen sich Prepaid-Tarife der Telekom nicht in einen Laufzeitvertrag portieren.

Congstar

Congstar-Logo-Rufnummernmitnahme

Bei Congstar ist es möglich, die Rufnummer zu jedem anderen Anbieter (außer fraenk) mitzunehmen. Jedoch ist ein nachträgliches portieren nicht möglich. Wenn du also deinen Vertrag abschließen und deine Rufnummer mitbringen möchtest, muss dies bereits bei Vertragsabschluss vermerkt werden.

Die Regelungen für congstar-Tarife gelten auch für fraenk, ja!mobil, pennymobil und HIGH Mobile, da diese auf congstar basieren.

Freenet

Freenet-Logo-Rufnummernmitnahme

Du kannst Deine Rufnummer von Freenet (ehemals mobilcom-debitel) zu jedem anderen Anbieter (außer den Freenet-Eigenmarken , siehe unten) mitnehmen. Das gilt auch, wenn Du einen Vertrag im Telekom-Netz von Freenet hast – in diesem Fall kannst Du Deine Nummer direkt zur Telekom (dem Anbieter) mitnehmen (das gilt auch direkt für Vodafone und o2). Innerhalb von Freenet kannst Du Deine Rufnummer ebenfalls mitnehmen, aber nur, wenn Du auch das Netz wechselst. Wenn Du also von Vodafone zu Telekom wechseln möchtest, funktioniert das – von Vodafone zu Vodafone jedoch nicht

Freenet stellt dir zum Zeitpunkt des Vertragsstarts eine vorläufige Rufnummer bereit, wenn du deine Rufnummer nachträglich portieren möchtest. Sobald die Rufnummernübertragung abgeschlossen ist, wird die vorläufige Rufnummer durch deine gewünschte und bisherige Rufnummer ersetzt.

Klarmobil, Crash, Dr. Sim & Mega-Sim

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Dr. Sim-Logo-Rufnummernmitnahme
Mega-Sim-Logo-Rufnummernmitnahme

Zu Freenet gehören noch weitere Marken wie Klarmobil, Crash, Dr. Sim, Mega-Sim, freenet FLEX und freenetmobile. Untereinander ist ein Wechsel der Rufnummern nicht möglich. Zu jedem anderen Anbieter ist das portieren jedoch kein Problem.

Vodafone

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Auch bei Vodafone kannst du zu jedem anderen Anbieter deine Rufnummer portieren lassen. Prepaid-Tarife von Vodafone (CallYa) sind hiervon jedoch ausgenommen.

Otelo

Otelo-Logo-Rufnummernmitnahme

Dein Rufnummer kannst du so gut wie zu allen Anbieter portieren, allerdings ist dies bei den eigenen Marken von Otelo nicht möglich. Hierzu zählt beispielsweise allmobil. Außerdem ist es bei Otelo nur nachträglich möglich, die Nummer zu portieren.

SIMon mobil

SIMon-mobile-Logo-Rufnummernmitnahme

In der Regel ist es möglich, deine Rufnummer zu SIMon mobile zu portieren, jedoch nicht von allen Anbietern wie PureMobile oder BILDmobil. Es gibt allerdings eine Besonderheit zu beachten: Die Grundgebühr wird je nach Anbieter, von dem du deine Rufnummer portierst, rabattiert oder nicht.

o2 – Telefónica

o2-Logo-Rufnummernmitnahme

Hier ist es leider etwas komplizierter: Generell ist keine Portierung von o2 Postpaid Tarifen zu einer der Telefónica-Tochtermarken (o2, Blau, Netzclub, Ay Yildiz, etc.) möglich. Zu jedem anderen, nicht-Telefónica Anbietern ist das mitnehmen der Rufnummer aber kein Problem.

Drillisch (sim.de, handyvertrag.de, PremiumSIM, winSIM und Simply)

Drillisch-Logo-Rufnummernmitnahme

Zu “Drillisch” gehören u.a. Marken wie sim.de, handyvertrag.de, PremiumSIM, winSIM und Simply. Deine Rufnummer kannst du von allen Drillisch-Marken zu jedem Anbieter portieren. Du kannst auch innerhalb der Drillisch-Marken wechseln: Hier handelt es sich dann aber nicht direkt um eine Portierung, sondern um einen Markenwechsel. In diesem Fall kostet der Wechsel einmalig 19,99€.

1&1

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Auch die Portierung zu 1&1 stellt kein Problem dar und ist von jedem Anbieter aus möglich.

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